Letzte Beiträge

September 2017
M D M D F S S
« Apr    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Tipps

Bremsen-Check
Die Bremse ist das Sicherheitsteil Nummer 1 im Auto. Wer an der Wartung der Bremse spart, spart am falschen Ende und gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer. Wir prüfen Ihre Bremsanlage auf Herz und Nieren mit modernsten Diagnosegeräten. Und wenn wir etwas austauschen müssen, nehmen wir nur Ersatzteile in Erstausrüsterqualität.

Etwa einmal im Jahr sollte die Bremsanlage in der Werkstatt überprüft werden. Aber wenn die Bremse quietscht, das Bremspedal ruckelt oder die Warnleuchte für Bremsflüssigkeit, Belagverschleißanzeige oder Handbremskontrolle angeht, sollte man so schnell wie möglich in die Werkstatt fahren.

Autos mit vielen Mängeln

Laut den Zahlen von TÜV, GTÜ oder Dekra haben rund 20 Prozent aller Fahrzeuge Mängel an der Bremsanlage. Was man von außen von der Bremse sieht, ist ja nur die Bremsscheibe. Die gesamte Bremse ist jedoch ein komplexes System aus Bauteilen. Dazu gehören unter anderem die Bremsflüssigkeit, Radsensoren für ABS und ESP, Bremsbeläge oder die Bremsleitungen. Defekte erkennt daher der Fachmann nur, wenn er das Auto auf der Hebebühne hat. Die Bremsleistung der Betriebs- und Feststellbremse überprüfen wir auf dem Bremsenprüfstand.

Aber auch der Autofahrer kann etwas tun. So zum Beispiel den Stand der Bremsflüssigkeit selbst überprüfen, wenn man das Wischwasser nachfüllt. Ein niedriger Stand kann auf einen schleichenden Defekt, auf eine Undichtigkeit im Bremssystem oder auf abgefahrene Bremsbeläge hindeuten. Aber Vorsicht: Nur der Fachmann darf Bremsflüssigkeit nachfüllen.

Die Bremsflüssigkeit ist eine spezielle Chemikalie. Mit der Zeit nimmt sie Feuchtigkeit auf und verdünnt sich. Dadurch stimmen die Druckverhältnisse nicht mehr und die Leistung der Bremse verschlechtert sich – bis hin zum Bremsversagen. Um das zu vermeiden, sollte die Bremsflüssigkeit etwa einmal im Jahr kontrolliert und alle zwei Jahre vom Profi ausgewechselt werden.

Kühlerschutz + Scheibenfrostschutz
Im Winter ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Die richtige Bereifung allein hilft nicht. Wer an ein paar Kleinigkeiten denkt, spart sich eine Menge Ärger. Wir haben ein paar Winter-Tipps, was man selber machen kann und wofür man seine Werkstatt aufsuchen sollte.

Das Kühlerschutzmittel ist mehr als Wasser mit Alkohol. Es schützt vor Rost, Überhitzung und Frost. Vor dem Winter ist es auf jeden Fall sinnvoll, das Kühlerschutzmittel in der Fachwerkstatt auf seine Kältetauglichkeit prüfen zu lassen. Minus 30 Grad Celsius sollte es schon aushalten.

Tipp: Friert das Kühlerschutzmittel im Kühlkreislauf des Fahrzeugs ein, kann das sich ausdehnende Eis im schlimmsten Fall Kühler und Motorblock sprengen – es droht der Totalschaden.

Mit eingefrorenem Kühler sollte man auch nicht losfahren, weil der Motor dann sofort heiß wird. Zudem riskiert man, dass Komponenten wie die Wasserpumpe Schaden nehmen. Vom Selbstnachfüllen des Kühlerschutzmittels ist abzuraten. Außer man kennt sich wirklich aus. Denn es gibt unterschiedliche Mittel für spezielle Motoren. Ein falsches Kühlerschutzmittel im Fahrzeug kann schleichend zu gravierenden Schädigungen an Wasserpumpe, Kühler, Schläuchen und Zylinderkopfdichtung und im schlimmsten Fall zu Schädigungen am Motor führen.

Auch von Billigprodukten ist abzuraten. Fehlt bei solchen Produkten etwa der Korrosionsschutz, können die metallischen Komponenten des Kühlsystems Schaden nehmen. Zum Beispiel verstopfen entstehende Korrosionspartikel dann mit der Zeit die feinen Kühlerkanäle und setzen die Kühlleistung herab. So kann der Motor schnell überhitzen. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass das Fahrzeug mit einem teuren Motorschaden liegen bleibt.

Mit stets einsatzbereiten Waschdüsen hält man die speziell auf Autobahnen oft und sehr schnell salzverschmierte Frontscheibe sauber. Ist das Scheibenwasser erst gefroren oder streikt die Waschdüse, geht gar nichts mehr. Jetzt droht der Blindflug. Wenn das Wischwasser in der Innenstadt einfriert, kann man als Sofortmaßnahme immerhin in die nächste Tiefgarage fahren, dort ist es gerade in den unteren Etagen meistens deutlich wärmer als draußen und die Leitungen tauen wieder auf.

Tipp: Man sollte destilliertes oder mit handelsüblichen Haushalts-Wasserfiltern gereinigtes Wasser verwenden, so vermeidet man auf Dauer Kalkablagerungen in den Zuleitungen und Scheibenwaschdüsen. Apropos: Gerade die modernen Fächerdüsen vertragen, anders als die herkömmlichen Kugeldüsen, nicht jedes beliebige Frostschutzmittel. Deshalb sollte man im Zweifelsfall lieber zu den Markenmitteln greifen, die die Fachwerkstatt empfiehlt – auch wenn es etwas teurer ist.

Für eine gute Sicht sollte man auch die inneren Scheiben gründlich von Ablagerungen befreien (Staub, Feuchtigkeit, Kunststoffausdünstungen und Zigarettenqualm bilden eine schmierige Mischung, die auf Dauer jeder Scheibe zusetzt). So vermeidet man Blendwirkungen bei tief stehender Sonne oder blendendem Gegenverkehr. Auch schmierende Scheibenwischerblätter sind gerade im Winter sehr unangenehm und schränken die Sicht nochmals ein. Da hilft nur austauschen.

Ach übrigens: Da beheizte Wischerblätter noch nicht erfunden sind, hilft nur das altbewährte abendliche Aufstellen gegen Festfrieren.